«Ja» zur Nachhaltigkeitsinitiative
Die Züge sind voll. Die Mieten explodieren. Die Wartelisten beim Arzt werden länger. Und jeden Tag verschwinden fast 8 Fussballfelder Natur und Kulturland unter Beton – unwiederbringlich. Das ist der Alltag der Schweiz im Jahr 2026. Die Politik hat jahrelang weggeschaut. Am 14. Juni können wir das ändern.

Die Zahlen, die niemand wegdiskutieren kann
Seit Einführung der Personenfreizügigkeit ist unsere Bevölkerung um 1,7 Millionen Menschen gewachsen – das entspricht der gesamten Einwohnerzahl des Kantons Bern. Im letzten Jahr allein wanderten über 180’000 Menschen in die Schweiz ein. Die Folgen sind spürbar: überlastete Infrastruktur, explodierende Wohnkosten, ein Gesundheitswesen am Anschlag. Keine teure Werbekampagne der Welt kann verbergen, was jeder Bürger täglich erlebt.
Was wir täglich erleben
Der Pendler, der morgens keinen Sitzplatz mehr im Zug findet. Die junge Familie, die sich nach jahrelanger Suche keine Wohnung in ihrer Heimatgemeinde leisten kann. Der Patient, der wochenlang auf einen Arzttermin wartet. Die Lehrerin, die in einer Klasse mit dreissig Kindern aus zwanzig Nationen unterrichtet – und dabei an ihre Grenzen stösst. Das ist die Schweiz, die viele kennen. Nicht die, der Hochglanzbroschüren und Millionenkampagnen von UNIA und Economiesuisse.
Wer zahlt den Preis? Unsere erfahrenen Fachleute
Gleichzeitig suchen tausende erfahrene Schweizerinnen und Schweizer über fünfzig Jahre vergeblich eine neue Stelle. Während Unternehmen dank Personenfreizügigkeit junge, günstige Arbeitskräfte aus dem EU-Raum rekrutieren, landen langjährige Fachleute in der Langzeitarbeitslosigkeit – mit all den menschlichen und sozialen Folgen, die das bedeutet. Das ist kein Zufall. Das ist eine Frage der Prioritäten. Eine Wirtschaft, die auf dem Rücken ihrer eigenen erfahrenen Bevölkerung wächst, wächst am falschen Ort.
Die Politik wusste es. Und hat nichts getan
Bundesrat und Parlament wussten jahrelang, was kommt. Sie haben verwaltet, verschoben, verharmlost. Jetzt warnen dieselben Kräfte mit einer fast neun Millionen Franken teuren Kampagne vor der Initiative. Bezahlt von Wirtschaftslobbyisten, die auf billige Arbeitskräfte angewiesen sind – nicht von Menschen, die morgens in überfüllten Zügen stehen. Die Frage ist einfach: Wessen Interessen vertritt die Politik? Die der Wirtschaftslobby? Oder die der Menschen, die hier leben, arbeiten und Steuern zahlen?
Es geht um unsere Lebensqualität
Es geht um den Schutz unserer Umwelt – damit nicht jedes Kulturland unter Asphalt verschwindet. Es geht um unsere Infrastruktur – damit Züge, Schulen und Spitäler für alle funktionieren. Es geht um unsere Lebensqualität – damit sich auch die nächste Generation eine Wohnung in ihrer Heimatgemeinde leisten kann. Die Initiative gibt der Politik endlich den klaren Auftrag, den sie braucht.
Am 14. Juni: «Ja» zur Nachhaltigkeitsinitiative
Nutzen wir die Chance. Für eine Schweiz, die auch morgen noch lebenswert ist.
Matthias Borner, Kantonsrat
