Fachkräftemangel trotz 2.26 Millionen Zugewanderten
Fachkräftemangel – ja, die Schweiz hat schon immer Fachkräfte aus dem Ausland geholt. Und das wird wohl auch in Zukunft so bleiben.

Unternehmen, Spitäler, Tourismusregionen, Landwirtschaft und viele andere Branchen sind auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Was ich aber nicht verstehe: In den letzten 24 Jahren sind über 2,26 Millionen Menschen eingewandert. Waren das alles dringend benötigte Fachkräfte? Und wenn ja, weshalb sprechen wir trotz dieses massiven Bevölkerungswachstums immer noch von einem akuten Fachkräftemangel?
Was machen diese 2,26 Millionen Menschen beruflich? Irgendetwas an dieser Rechnung geht nicht auf. Dafür muss man kein Rechengenie sein.
Hinzu kommt: Beim Freizügigkeitsabkommen wurde im Abstimmungsbüchlein ursprünglich von rund 8’000 zusätzlichen Arbeitskräften pro Jahr gesprochen. Tatsächlich waren es später zeitweise ein Vielfaches davon, im Durchschnitt rund 80’000 Zuwanderer jährlich.
Heute hören wir erneut ähnliche Versprechen und Erklärungen.
Darum braucht es endlich Ehrlichkeit und Transparenz. Der Bundesrat sollte klar Stellung beziehen und offen eingestehen, wenn frühere Prognosen oder Aussagen falsch waren. Denn nur so kann Vertrauen zurückgewonnen werden.
Und die entscheidende Frage bleibt: Sind die heutigen Aussagen verlässlicher als jene von damals?
Diana Stärkle, Egerkingen
