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Mehr Bildungsqualität durch Entlastung des Stundenplans in den Primarschulen

Der Laupersdörfer SVP-Kantonsrat Beat Künzli möchte in den Primarschulen mehr Bildungsqualität erzielen. Der Stundenplan soll entlastet werden. In einem Auftrag an den Regierungsrat will der Thaler im Kanton Solothurn den Unterricht von Frühfranzösich und/oder Frühenglisch auf den nächstmöglichen Termin, spätestens auf das Schuljahr 2015/16, stoppen.

Der Laupersdörfer SVP-Kantonsrat Beat Künzli möchte in den Primarschulen mehr Bildungsqualität erzielen. Der Stundenplan soll entlastet werden. In einem Auftrag an den Regierungsrat will der Thaler im Kanton Solothurn den Unterricht von Frühfranzösich und/oder Frühenglisch auf den nächstmöglichen Termin, spätestens auf das Schuljahr 2015/16, stoppen.

«Den sogenannten „Grundlagenfächern“ soll wieder mehr Gewicht eingeräumt werden und das überladene Fuder von Lektionen für Kinder im Primarschulalter ist wieder zu entladen», schreibt der Antragssteller. Künzli begründet sein Anliegen damit, dass die Umsetzung der Einführung der Frühfremdsprachen Französisch und Englisch grosse Schwierigkeiten bereite. «Durch diese zusätzlichen Lektionen sind unsere Primarschüler völlig überlastet.» Es bleibe ihnen wegen dieses gefüllten Stundenplans kaum noch Zeit für Sportvereine, Musikunterricht oder andere Freizeitaktivitäten. «Die Schulträger mussten sogar die Blockzeiten aufweichen, damit den Drittklässlern wenigstens ein zusätzlicher freier Nachmittag geschaffen werden konnte», führt der SVP-Kantonsrat aus.

Korrektes Deutsch hat Vorrang

Es zeige sich auch, dass insbesondere fremdsprachige Kinder und Kinder mit tieferem Bildungsniveau mit zwei weiteren Fremdsprachen massiv überfordert seien. «Diese brauchen für ihre Laufbahn prioritär ein gutes Grundgerüst in der deutschen Sprache.» Genau diesem Aspekt werde aber zu wenig Rechnung getragen. Sowohl Eltern als auch Lehrbetriebe würden bei vielen Schulabgängern aus allen Bildungsstufen die Kompetenzen im Fach Deutsch bemängeln. «Die Begründung der Lehrerschaft zu diesem Mangel lautet: Zu wenig Zeit für das Fach Deutsch!» Die Qualität des Sprachunterrichts sei sowohl für den Lehrer als auch für den Schüler unbefriedigend.

Aus dem Kanton Luzern würden erste ernüchternde Ergebnisse über die Wirksamkeit des Frühenglischunterrichts vorliegen. «Über die Hälfte der Kinder erreicht die Lernziele im Teilbereich „Hören“ nicht, im Teilbereich „Lesen“ sind es sogar zwei Drittel», moniert Künzli. Gleichzeitig fehle ihnen der nötige Unterricht in jenen Fächern, welche vorallem für „nicht akademische Berufe“ äusserst wichtig wären. «Es ist also sowohl aus pädagogischer, wie auch aus wirtschaftlicher Sicht die Notbremse zu ziehen.»

Weniger sei mehr, meint Künzli. «Hinsichtlich der aktuellen Sparbemühungen könnten damit für Kanton und Gemeinden knapp 6 Millionen Franken eingespart werden, ohne an Qualität in der Schule zu verlieren», schreibt Beat Künzli am Schluss seines Auftrages. 

Raphael Galliker

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