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KESB zu Besuch bei der SVP

Patrik Gfeller, Präsident der SVP Amtei Solothurn-Lebern, begrüsste die Mitglieder zur Mitgliederversammlung im Restaurant Post in Rüttenen. Speziell hiess er den Nationalratskandidaten Roberto Conti sowie Barbara Gloor und Stefan Armenti von der KESB (Kinder und Erwachsenenschutzbehörde) Region Solothurn, herzlich willkommen.

Patrik Gfeller, Präsident der SVP Amtei Solothurn-Lebern, begrüsste die Mitglieder zur Mitgliederversammlung im Restaurant Post in Rüttenen. Speziell hiess er den Nationalratskandidaten Roberto Conti sowie Barbara Gloor und Stefan Armenti von der KESB (Kinder und Erwachsenenschutzbehörde) Region Solothurn, herzlich willkommen.

SVP Amtei Solothurn-Lebern

v.l.n.r.: Peter Christ, SVP-Gemeinderat Rüttenen; Werner Ruchti, SVP-Ortsparteipräsident; Stefan Armenti, KESB, Roberto Conti, SVP NR-Kandidat: Barbara Gloor, KESB; Patrik Gfeller, SVP-Amteipräsident. (Foto zVg.)

Zuerst warb Kantilehrer und Nationalratskandidat Roberto Conti für die kantonale Initiative „Für eine gute Volksschule ohne Lehrplan 21“. Mit dieser Volksinitiative soll der Lehrplan 21 im Kanton Solothurn verhindert werden. Der Lehrplan 21 sei viel zu umfangreich und detailliert, was nicht der ursprünglichen Idee eines einheitlichen Lehrplanes für die 21 Deutschschweizer Kantone entspreche. Schwer messbare Kompetenzen statt Lernziele, Coaching statt Unterricht, Vermittlung von persönlichen Ideologien in undefinierbaren Mischfächern, anstelle von transparentem, eingeübtem Wissen: So werde die Qualität der Volksschule sicher nicht verbessert. Das Niveau sei ohnehin bereits heute im Sinkflug durch die Baustellen Spezielle Förderung und Sek I-Reform. Den Lehrplan 21 vertrage es nicht auch noch.

Im Anschluss nutzte die KESB Region Solothurn ihre Chance, ihre Arbeit den SVP-Mitgliedern zu erläutern.

Mit Erstaunen stellte die SVP fest, dass scheinbar noch keine Partei oder sonstige Organisation ein solches Referat von der KESB beantragt hat. Sollte es doch für die Meinungsbildung äusserst wichtig sein, aus erster Hand zu erfahren, wie etwas gemacht wird. Die SVP will ihre Meinung nicht durch Schlagzeilen bilden, sie will direkt wissen, wie es wirklich ist. Bei all den Negativschlagzeilen, welche die KESB gemacht hat, erachteten es auch die Präsidentin Gloor und der leitende Vizepräsident Armenti als nötig, ihre Arbeit bekannt zu machen.

Nachdem Barbara Gloor die KESB im Grundsatz vorstellte, erläuterte Stefan Armenti ihre Tätigkeiten. Dabei wurde den SVP-Mitgliedern deutlich, dass bei all den guten Fällen, die bearbeitet werden, leider fast nur die missratenen Fälle in der Presse erscheinen. So konstatierte Stefan Armenti: „Was von der KESB in der Presse berichtet wird, ist nur die Spitze des Eisberges und davon nur der schlechte Teil“. Es war aber genau dieser Teil der den SVP-Mitgliedern offensichtlich unter den Nägeln brannte. Sie deckten die Referenten unverblümt mit Fragen ein, was unverkennbar zeigte, dass in der Bevölkerung ein eher schlechtes Bild der KESB vorhanden ist.

Was viele nicht wussten ist, dass zurzeit 8 Behördenmitglieder mit Unterstützung von Sekretariatsmitarbeitenden eine Vielzahl von Fällen bearbeiten und unter anderem monatlich 200-220 Gefährdungsmeldungen eingehen. Alleine die KESB der Region Solothurn beaufsichtigt mehr als 2000 Beistandschaften. Diese Beistandschaften werden entgegen der gängigen Meinung nach wie vor von Personen der Gemeinden bzw. Sozialregionen geführt; auch private Beistandspersonen werden nach wie vor eingesetzt. Während im laufenden Jahr  220 neue Massnahmen für Kinder angeordnet wurden, konnten in der gleichen Zeit 189 Massnahmen für Kinder aufgehoben werden.

Für die anwesenden SVP Mitglieder zeigte sich, dass Massnahmen durchaus auch nach betriebswirtschaftlichen Aspekten beurteilt werden. So ist die junge Organisation KESB (seit 2013) nicht nur bestrebt, sich ständig zu verbessern, sondern auch die Kosten im Griff zu halten.

Leider musste aber festgestellt werden, dass längst nicht alle Kantone nach dem sich bewährenden Modell des Kantons Solothurn arbeiten. In einigen Kantonen wird die KESB zentral betrieben, was zu einer Entfremdung von den betreuten Personen führt und auch in Fehlentscheiden Ausdruck findet. Die KESB sollte in allen Kantonen zu einer Vereinheitlichung führen. Das ist leider noch nicht passiert.

Die SVP-Familie konnte mit einem neuen Blick und neuer Erkenntnis auf die KESB die Versammlung schliessen und die beiden Vertreter, welche sich anfänglich auf unsicherem Boden wähnten, mit freundlichem Applaus verdanken. 

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