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Baustelle Bildung: Wirtschaft, Gewerbe und FDP erwachen aus dem Tiefschlaf

Marianne Meister liegt selbstverständlich richtig mit ihren Aussagen im Leserbrief in der Solothurner Zeitung: „Man kann auch ohne Matura Karriere machen“. Es ist jedoch erstaunlich, dass sich jetzt plötzlich Exponenten aus den Reihen der FDP, dem Gewerbe und der Wirtschaft grosse Sorgen um das Wohl unserer Volksschule und unserer Kinder machen.

Marianne Meister liegt selbstverständlich richtig mit ihren Aussagen im Leserbrief in der Solothurner Zeitung: „Man kann auch ohne Matura Karriere machen“. Eine gute Bildung ist zudem tatsächlich unser grösstes Kapital, zu dem wir alle Sorge tragen müssen. Die Sek I–Reform weist gravierende Mängel auf, das ist von allen Parteien erkannt worden. Der Wunsch nach raschen Korrekturen ist ebenfalls breit abgestützt. Es ist jedoch erstaunlich, dass sich jetzt plötzlich Exponenten aus den Reihen der FDP, dem Gewerbe und der Wirtschaft grosse Sorgen um das Wohl unserer Volksschule und unserer Kinder machen.

Die vielgepriesene Sek I-Reform ist nur eine der Baustellen unserer Volksschule. Der erste Fehltritt war und ist die integrative Schule mit spezieller Förderung, welche nichts anderes als eine Nivellierung nach unten bedeutet. Ein Fass ohne Boden und aus Kostengründen werden ausgerechnet Förderlektionen der talentierten Schüler gestrichen.

Es folgte die Mogelpackung Harmos. Die SVP hat seit langer Zeit in mehreren politischen Vorstössen im Kantonsrat die Missstände aufgezeigt und verlangte inhaltliche und finanzielle Korrekturen. Sie stiess auf kein Gehör, speziell nicht bei der wirtschaftsnahen FDP.

Auch bei der grössten drohenden Baustelle der Zukunft, Lehrplan 21 genannt, hat kein einziges Mitglied der FDP im Kantonsrat den Mumm gehabt, sich kritisch zu äussern. Sie wurden wohl mundtot gemacht. Im Gegenteil sind sie alle des Lobes voll für diesen Segen der Bildungslandschaft Schweiz.

Die Wirtschaft und das Gewerbe werden staunen, wenn sogar die zukünftigen, nach Lehrplan 21 ausgebildeten Lehrer den Taschenrechner brauchen, weil sie zum Beispiel 6×7 oder 20% von 100 nicht mehr im Kopf rechnen können. Dafür können sie aber jede mögliche Religion der Welt mit den Kindern in der Primarschule reflektieren und verständnisfördernd diskutieren.

Roberto Conti, Kantonsrat SVP, Solothurn

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