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An Krankenkassenprämien verzweifeln

Jahr für Jahr steigen die Krankenkassenprämien. Viele Leute und Familien werden verzweifelt sein. Es kann sein, dass bei einigen die Krankenkassenprämien um ca. 16% bis 25% steigen werden. 

Jahr für Jahr steigen die Krankenkassenprämien. Viele Leute und Familien werden verzweifelt sein. Es kann sein, dass bei einigen die Krankenkassenprämien um ca. 16% bis 25% steigen werden. Sollen sie die Krankenkasse wechseln? Oder ein Hausarzt- oder Telemodell der gleichen Krankenkasse wählen? Oder die Franchise erhöhen? Aber warum steigen die Prämien? Ein Grund ist genau dieser Krankenkassenwechsel, der Jahr für Jahr Millionen Franken Kosten verursacht.

Warum gerade meine Krankenkasse so steigt, ist aber für viele ein Rätsel und wird sehr schlecht kommuniziert. Grundsätzlich muss jede Krankenkassenregion selbsttragend sein. In die gestern billigere Kasse, nicht die allerbilligste, werden von den Sozialleitern ganze Gruppen von Sozialbezügern verschoben, die oft keinen Hausarzt mehr haben und wegen jedem „Bobo“, direkt in die Notfallstation des Spitals gehen. Sie zahlen weder die Prämien noch den Selbstbehalt, denn die Sozialleistungen bezahlen ihnen alles.

Was geschieht nun? Die Prämieneinnahmen der betroffenen Krankenkassenregion decken die beanspruchten Leistungen nicht mehr. Nun, bei der Prämienkalkulation des Folgejahres müssen die Prämien dieser Krankenkassenregion massiv aufschlagen, damit der voraussichtliche Deckungsgrad erreicht wird. Das Spiel geht wieder von vorne Los, nur diesmal bei einer anderen Krankenkasse. Dieses Herumschieben von schlechten Risiken (es sind Menschen), kostet die Allgemeinheit letztlich Milliarden.

Im Grunde genommen zahlen alle, die ihre Prämien noch selber bezahlen, indirekt Sozialbeiträge. Die Lösung wäre, der Bund und die Kantone gründen eine Sozialkrankenkasse, in der die Sozialrisiken versichert sind und „spannen“ über die Schweiz ein Sozialpraxisnetz, als erste Anlaufstelle, die von angehenden Ärzten oder Pflegepersonal (ev. Spitex, etc.) betrieben werden. Ich bin mir sicher, damit könnten im Gesundheitswesen Milliarden eingespart werden. Wir müssen etwas tun und zwar sofort, damit nicht immer mehr Leute wegen den steigenden Krankenkassenprämien in die Armut abrutschen.

Noch etwas, was viele nicht wissen, mit Krankenkassenprämien lässt sich Geld verdienen, denn jeder Kanton ermittelt seine durchschnittliche Krankenkassenprämie, die den Sozialbezüger ausbezahlt wird. Aber wenn diese Person eine günstigere Krankenkassenprämie hat, kann er die Differenz behalten. Wahnsinn, aber so ist unser „eingeschwärztes“ Sozialsystem. Jeglicher Kontrolle entzogen!

Die, die etwas dagegen tun könnten, sitzen lobbyiert und gut entschädigt im National- oder Ständerat und unsere Gesundheitsdirektoren schauen dem Spiel zu. Das BAG und die Bundesgerichte verbieten lieber eine alte rentable und billige Krankenkasse, statt sich um das wirkliche Problem zu kümmern. Aber diese Damen und Herren verdienen zuviel und sie kennen die armen Leute nicht, ausser bei Wahlen!

von Rolf Sommer, Olten

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